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eBook-Land Woche 33 0 

Bücher im Verkauf: 5 | Eigene: 2 | Einkünfte: 172,20 € | Händler: 6

In eigener Sache
Ich hatte ja bereits angekündigt, die übrigen Bände von Meilensteine der Evolution näher beieinander zu veröffentlichen. Ich habe nun entschieden, daraus eine kleine Aktion zu machen: Die restlichen Bände und die Aktualisierung von Feuchten Fußes werden alle gleichzeitig Anfang Juli erscheinen. Okay, logistisch keine kleine Aktion, wir sprechen hier immerhin von 10 eBooks (11 mit dem Sammelband), aber ich will genau diese Aktion auch offensiv als kleinen Event nutzen.
Ausschlag gaben hierfür zwei Umstände: Zum einen will ich möglichst bald den Weg frei haben für andere Projekte um eventuell später mit einer zweiten Staffel zu der Serie zurückzukehren (das sieht übrigens inzwischen sehr wahrscheinlich aus). Zum anderen will ich nicht, dass Leser am Ende enttäuscht sind, wenn sie die ganze Serie einzeln kaufen und dann sehen, dass es noch einen Sammelband gibt. Da der Sammelband die Leser weniger kostet als alle Bände zusammen (9,99 € statt 13,41 €) und mir zugleich mehr bringt (6,79 € statt 4,59 €) macht es für alle beteiligten Sinn, den Sammelband zugleich anzubieten. Wer nur einen einzelnen Band der Reihe will oder einen als Kostprobe kauft (ein Einzelband plus Sammelband ist immer noch etwas billiger als die ganze Reihe), kann dies auch weiterhin tun. Ich bin gespannt, wie das ausgeht.
Die beiden bisher namenlosen Bände erhalten übrigens die Titel Geschwinden Gleitens (Fliegende Reptilien des Perm) und Kraftlosen Keuchens (Massensterben am Ende des Perm). Nicht meine schönsten, aber ich werde nicht für diese zwei Bände das schöne Muster der übrigen Serie aufbrechen.

Danach gehe ich erstmal an meine beiden Kurzgeschichtensammlungen – eine in Deutsch, eine in Englisch, jeweils mit eigenen Geschichten (und Gedichten), die in der jeweiligen Sprache entstanden sind. Die Texte fallen ohnehin grade an, während ich meine ganzen alten Blogs aus den letzten 14 Jahren auf thomasdiehl.eu zusammenführe und dabei sichte.

Aus der Szene
Kommen wir zur großen Nachricht der Woche für den deutschen Markt: Die gestern veröffentlichte zweite eBook-Studie des Börsenvereins des deutschen Buchhandels. Hier die kurze Präsentation der Ergebnisse, denn wozu paraphrasieren, wenn ich einfach einbinden kann?:

Was mich etwas erschreckt ist die große Zahl an Artikeln, welche dieDaten einfach missverstehen, verkürzen, falsch zitieren oder einfach den entscheidenen Punkt auslassen. Qualitätsjournalismus halt. Tatsache ist: Der eBook-Markt entwickelt sich mit einer Verdoppelung von 2010 auf 2011 erwartungsgemäß und der Optimismus der Verlage zum zukünftigen Marktanteil verbessert sich sogar (Seite 26 in der Präsentation). Nur die Buchhändler erwarten weniger Wachstum in ihrem Geschäft – das aber macht Sinn, denn eBooks werden ganz einfach nicht im Buchhandel gekauft, wozu auch?
Komplett gelsen haben die Studie unter den großen Medien offenbar nur die FAZ und Heise.
Erstere wagt denn auch den Schritt ins eBook-Land und bringt Zusammenstellungen von Artikeln zu wichtigen Themen als eBooks raus, ein Modell, das in den USA schon länger erfolgreich läuft. Und möglicherweise ein erster Hinweis, dass der deutsche Markt stellenweise einfach die andernorts bereits erfolgten Innovationen übernimmt und damit potenziell schneller wachsen könnte als dort, da er relativ früh einen höheren Nutzen bietet als die älteren Märkte.

Eine andere Studie, die ich sehr interessant finde belegt unterdessen, dass reine eBooks den mit Multimedia angereicherten „enhanced e-books“ überlegen sind, was die Aufmerksamkeitsbindung angeht. Wie ich immer sage: eBooks brauchen keine Gimmicks.
Anders sieht das natürlich aus, wenn man Bücher zu Videospielen macht, so wie Sony. Mit Lesen hat das natürlich wenig zu tun, aber es ist eine schöne Idee. Ich gehe nicht davon aus, dass es da mehr als, sagen wir mal, fünf Titel für gibt. Was typisch wäre für solche Sony-Innovationen in der PlayStation-Reihe.

Noch eine andere Studie präsentierte Mark Coker vom eBook-Händler Smashwords in der HUffington Post. Demnach ziehen eBook-Leser (oder zumindest die Kunden bei Smashwords) lange Bücher vor, insbesondere solche, die länger sind, als es im Printbereich überhaupt wirtschaftlich wäre. Es wird sich zeigen müssen, ob das ein statistischer Ausreisser ist oder sich als Trend erweist. Ich muss ehrlich sagen: Als Trend gefiele es mir nicht einfach weil ich relativ kurz schreibe. Es passt aber zu dem Phänomen, dass sich Serien grundsätzlich besser verkaufen als Einzeltitel.

Bleiben noch die kleineren Nachrichten: Kristine Kathryn Rusch hat sich mal dezidierter der letzte Woche schon von mir kritisierten Taleist-Studie angenommen und weist vor allem auf Unstimmigkeiten in der Erhebung hin, aber auch in der Art und Weise, wie die Leute bei Taleist aus ihren Zahlen Erkenntnisse ziehen.
Als sehr nützlich könnte sich eine geplante Plattform erweisen, auf der Autoren und Buchdienstleister (Lektoren, Coverdesigner, Marketing-Leute, Übersetzer etc.) Dienste anbieten und suchen können.
Und zum Schluss noch was zu lachen: Eine Ausgabe von Tolstois Krieg und Frieden für Nook, in der alle Erwähnungen von „to kindle“ (engl.: entzünden) durch „Nook“ ersetzt wurden.

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