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Projekt Rana 0.0.2 – Schwalbenschwanz, Bachforelle und Helferlein 0 

Aufwand
bis 21.6.15

Schwalben-schwanz
1 €
Bachforelle
50 €
Helferlein
0 €
Recherche
5 €
Zeit
0h 0m

Nach dem Vorgeplänkel von vorletzter Woche folgt nun etwas mehr Vorgeplänkel. Diese Woche lege ich den Plan für das zukünftige Vorgehen auf und stelle schon mal ein paar bereits vorhandene Bauteile bereit. Ab dieser Woche findet sich rechts oben in den Beiträgen auch eine Übersicht über angesammelte Kosten und den Zeitaufwand (letzteres nur die reine Bauzeit, dazu kommt die je nach Situation und Möglichkeiten sehr unterschiedliche Zeit um das Material zu sammeln). Ich bin selbst gespannt, wie viel Projekt Rana letztlich kosten wird.
Was ich ab dieser Woche mache ist die Aufteilung des Projektes auf zwei Unterprojekte: Rana Schwalbenschwanz und Rana Bachforelle.

Rana Schwalbenschwanz

Das zuletzt vorgestellte Projekt läuft jetzt unter dem Namen Rana Schwalbenschwanz Der Grund ist das Hinterende der Verkleidung im Endstadium, der zweigeteilt ist, um dem gelenkten Hinterrad Platz zu lassen. Das Verdeck des Schwalbenschwanz endet in zwei schräg nach oben führenden Fortsätzen, die als Träger für die Heckbeleuchtung, als aerodynamische Hilfe und als Halter für ein nach vorne klappbares Regendach dienen.
Die Teilung des Hecks scheint mir die effektivste Art, der Hinterradlenkung so viel Spiel wie möglich zu geben, der Rest ergibt sich daraus. Das schwenkende Hinterrad verträgt sich nicht gut mit dem Ziehen eines Hängers. Theoretisch ist es möglich, die Ausleger so zu gestalten, dass beide Anhängerkupplungen angebracht werden können, aber das würde das Gewicht des Hecks deutlich erhöhen.
Wenn dieses Modell funktioniert, kann ich es später immer noch entsprechend ändern.
Der gesamte Entwurf geht letztlich auf die Erfordernisse der Lenkung zurück. Ich finde interessant, wie viel sich aus dieser einen technischen Eigenheit sowohl an Erfordernissen als auch an Möglichkeiten ergibt. Die Verstauung des Dachs etwa ergab sich aus der Frage, was ich mit der aerodynamisch ungünstigen Lücke zwischen den Auslegern mache.

Rana Bachforelle

Die Alternative zum ist die nach aussen hin deutlich konventionellere Rana Bachforelle. Letzte Woche hatte ich erwähnt, dass eine Lenkung nach Art von Raupenfahrzeugen über die Gangschaltung ihre Probleme hat. Wenn ich das allerdings mit separater Bremsmöglichkeit für beide Vorderräder kombiniere, wird es schon interessanter. Normalerweise brauchen Tadpole-Dreiräder eine Umlenkung der Bremse, die dafür sorgt, dass beide Vorderräder gleich abgebremst werden, sonst droht das Fahrzeug, zu drehen. Genau das will ich aber ja erreichen, die Bachforelle soll durch einseitiges Bremsen (beim Rollen) bzw. Schalten (bei angetriebener Fahrt) wenden. Beim bremsen muss man halt Fingergefühl beweisen und eventuelles Driften mit über die Nutzung der Bremshebel ausgleichen.
Mit dieser Lösung haben wir ein Fahrzeug, bei dem alle drei Räder starr sind. Die Hülle muss also keinerlei Rücksicht auf Bewegungsfreiheit für die Räder nehmen und kann voll verschlossen ausgeführt werden.
Daraus ergibt sich dann der Name der Bachforelle, das Heck läuft wie bei den meisten Velomobilen nach hinten eng zu und schließt mit einer schmalen senkrechten Säule ab, die Platz für Beleuchtung und (in diesem Fall) die Anhängerkupplungen bietet. Ausserdem ist theoretisch Platz für einen Kofferraum vorhanden.
Wenn ich die beiden Konzepte vergleiche, habe ich hier zwei Velomobile für sehr unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten, die lustigerweise genau dem widersprechen, was zumindest ich von ihrem Aussehen erwarten würde. Die kleine schlanke Bachforelle ist ein Transporter mit Stauraum und Erweiterungsmöglichkeit; der größer wirkende Schwalbenschwanz ist ein Fahrzeug für Freizeit und lange Strecken. Und sämtliche Unterschiede ergeben sich nur aus der jeweiligen Lenktechnik, alles andere ist im Ansatz identisch.

Helferlein

Vor den Rädern kommt das HeLFErLeiN. Und weil ich manchmal einfach spinne hatte ich ursprünglich angedacht, daraus eine Abkürzung zu basteln: HEckLenkungsFahrzeug zur ERprobung, LEIcht Nachzubauen. Ja. Ich habe den Gedanken recht schnell aufgegeben und entschieden, dass Helferlein einfach nur Helferlein ist. Es ist definitiv besser so.
Aber was ist Helferlein nun?
Einfach gesagt ist Helferlein ein Brett auf Rädern. Okay, das ist jetzt wieder zu einfach gesagt. Zum Ausgleich hier kompliziert gesagt: Helferlein ist eine Plattform zur Erprobung des Lenkverhaltens meiner beiden Entwürfe, ergo sind es eigentlich zwei Helferlein. Mehr oder weniger offene Seifenkisten mit einer Lenkung basierend auf den Rana-Entwürfen. Sie sind nicht angetrieben oder gefedert, aber um die Lenkung zu testen während ich damit einen Hügel runterrolle, sind sie absolut ausreichend. Hügel und Rampen habe ich hier in Mönchengladbach genug, die ganze Stadt sitzt auf einer Hügelkette, ich selber wohne nahe einer Kuppe.
Bevor ich mehrere hundert € in den Sand setze, weil das Konzept sich als Blödsinn erweist, finde ich es lieber vorher mit einem Teil von vielleicht 70 € Materialwert heraus.

Versionsnummern

Die Versionsnummern oben erhalten ihren Sinn aus den Projektphasen.
Die ersten Beiträge führen die Nummer 0.0.X. Mit dem ersten Entwurf geht es zu 0.1.X, 0.2.X startet mit der Fertigstellung des ersten Helferlein. Der Bau der Ranas (in dieser Phase noch ohne Verdeck) ist 0.3.X und schließt ab mit 1.0.0, dann geht es an Feinschliff und Verdeck zu 2.0.0, dem vollen Velomobil.
Die letzte Ziffer kann beliebig hohe Werte annehmen, sollte das aber nach Möglichkeit nicht tun.
Mit anderen Wortern: Die Versionsnummern tun so als gäbe es ständig Fortschritt reflektieren das langsame, aber stetige Vorankommen des Projekts.

Teilesammlung

Nach der ersten (Doppel-)Woche gibt es diese paar gesammelten Teile. Das ist durchaus im Zeitplan, es ist ja Sinn der ganzen Vorgehensweise in sehr kleinen Schritten zum Ziel zu kommen. So wie ich es auch beständig in diesem Blog tue, um es immer weiter zu verbessern. Im Moment bin ich ja noch gar nicht hundertprozentig sicher, welche Teile ich überhaupt alle brauchen werde. Daher diese noch sehr kleine Sammlung.
Die Anhängerkupplungen hatte ich ja noch rumliegen, ich hatte sie im ersten Beitrag erwähnt. Da die Bachforelle besser für die Anbringung geeignet ist als der Schwalbenschwanz, habe ich deren gerundeten Neupreis diesem Projekt zugeschlagen.
Die Lenkgriffüberzüge hab ich zufällig beim Discounter gefunden. Die kommen in den Schwalbenschwanz, während ich davon ausgehe, die Bachforelle besser ohne diese steuern zu können, da sie keinen traditionellen Lenker hat, sondern eine feste Grifffläche zum präzisen Ziehen an den Brems-/Schalthebeln benötigt.
Zwei der Recherche-€ gehen je zur Hälfte an den Ordner und die Ausdrucke. Die anderen drei sind der aktuelle Gebrauchtpreis von Rob van der Plas‘ Fahrräder bei Amazon, das einzige zum Thema Radkonstruktion relevante Buch in meinem Bücherschrank. Ich bin ziemlich sicher, mein Bücherschrank wird demnächst etwas wachsen.

Woche 1: In der Branche nennt man das Deutliches Ausbaupotenzial. Aber hey, Potenzial ist was gutes!

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Ansonsten habe ich mich in den letzten zwei Wochen mit jedem Liegerad- und Dreiradfahrer unterhalten, den ich finden konnte. Interessant waren dabei vor allem die Erfahrungen zweier Eigenbauer heute und bei der Sternfahrt nach Düsseldorf, was Arbeitsmaterialien und Möglichkeiten angeht.
Wie genau ich den Locher und den Teppichboden verbaue, weiss ich noch nicht sicher. Ich habe sie zunächst mal aus meiner Kalkulation rausgelassen ;-) .

Nächste Woche: Überlegungen zu Rädern und Reifen.

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