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Mediale KW 24/2015 0 

Hat eigentlich irgendwer mitbekommen, dass ich Jurassic World geschaut habe? Ich meine, ich hab mich dazu ja quasi ausgeschwiegen. Oh, und Doodle Kingdom. Ansonsten wieder eine Woche, in der ich nicht zu viel Medienkonsum kam.

Jurassic World

Science Fiction, USA 2015, Film/Kino

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Isla Nublar: Seit zehn Jahren läuft der Seaworld-ähnliche Freizeitpark/Zoo Jurassic World erfolgreich, ständig sind um die 20.000 Besucher auf der Insel. Doch der Aufsichtsrat ist besorgt, da die Umsätze zu stagnieren beginnen — die Leute haben sich an Dinosaurier gewöhnt, etwas spektakuläres muss her. Also beginnen die Genetiker von InGen, einen neuen Dinosaurier zu kreieren. Größer als der T. rex, intelligenter als ein Raptor, aggressiver als beide zusammen. Es stellt sich heraus, dass das keine sonderlich gute Idee ist und Leute werden gefressen. Dass diverse Charaktere jeweils ihre eigenen Motive mitbringen, hilft nicht grade bei der Eindämmung des Chaos.
Anfangs machte mir Jurassic World etwas Sorgen. Zwei Mal schwelt eine Variante von John Williams‘ Welcome to Jurassic Park an, um genau nichts zu zeigen ausser ein paar Panoramen der Insel. Ich verstehe, wem es als Motiv dienen soll (Hammonds endlich realisierten Traum bei der Errichtung von Jurassic Park), aber es funktioniert nicht so recht. Dann landet ein offensichtlicher Modellhelikopter mit computergenerierter Besatzung vor einem Gehege. Und mit Zach taucht ein sehr, sehr teenageriger Teenager auf, der den ganzen Film nicht mehr verschwinden wird.
Doch das verschwindet bald. Während Zach samt Brüderchen Gray einige der Attraktionen des Parks besichtigt braut sich im abgesperrten Norden der Insel etwas zusammen und hält die Aufmerksamkeit der Zuschauer. Der ganze Film ist eine einzige Eskalation, vom sehr ruhigen Aufbruch zum Park bis zum bombastischen Ende. Und das alles lässt sich nur zusammenfassen mit: Es macht Spass.
Jurassic World spricht vieles an. Vor allem räumt er endlich der Tatsache Raum ein, dass wir es hier nicht mit Dinosauriern zu tun haben, sondern mit künstlich erzeugten Freizeitpark-Attraktionen. Und er spricht die inhärenten Probleme der Gentechnik direkt an, indem es Indominus rex tödliche Fähigkeiten verleiht, die nie in dieser Form beabsichtigt waren. In den drei bisherigen Filmen haben wir menschliches Versagen oder Boshaftigkeit als Ursachen des Chaos. Erst jetzt, im dritten Film, ist es tatsächlich die Unberechenbarkeit der Natur, welche die Probleme verursacht. Versprochen hatte uns das schon Ian Malcolm im ersten Film, aber es brauchte dort dennoch einen korrupten Programmierer, um das Chaos zu starten. Per Knopfdruck.
In gewisser Weise ist Jurassic World der Film, der Jurassic Park sein wollte. Und noch viel mehr ist er eine Übertragung von Michael Crichtons Romanen auf die Leinwand. Dass die neue Fortsetzung dennoch nicht ganz so gut ist wie das Original liegt einzig an Steven Spielbergs Fähigkeiten.

Doodle Kingdom

Fantasy, UK 2014, Game/PS Vita
doodle-kingdom
Nach dem Ende der Welt durch die Menschen schafft Gott eine neue Welt, diesmal durchzogen mit Magie statt Technologie. Der Spieler ist ein Prinz, der in sein zerfallendes Königreich zurückkehrt, um es wiederaufzubauen. Dazu kombiniert man immer zwei Elemente, die ein neues Element oder eine Handlung ergeben. Beispielsweise führen Stein und Teich dazu, dass der Prinz eine Meerjungfrau erschrickt, mit der er dann einen Tauschhandel für eine Trankzutat machen kann. Sehen tut man allerdings nur das Ergebnis jeder Kombination. Sprich, man tippt Stein und Teich an, es erscheint die Meerjungfrau als neues Element-Icon, das man wieder weiter kombinieren kann. Das ist quasi das gesamte Spiel.
Es gibt noch einen nicht weiter bemerkenswerten Modus, wo ein Held über den Bildschirm läuft und dabei per Knopfdruck ab und an bei Laune/Gesundheit gehalten werden muss. Was so ziemlich alles ist, was man darüber sagen kann.
Doodle Kingdom kam mit hohen Empfehlungen von iOS-Nutzern. Ich kann nicht sehen, warum. Vorgänger Doodle God konnte man wenigstens noch zu Gute halten, die endlose Langeweile der Existenz als Allmächtiger erlebbar zu machen. Doodle Kingdom ist so fad, es ist noch nicht ein Mal mehr langweilig.

Dino-Dienstag 16 1 

Cretaceous Blue Balls

Bild vielleicht verwandt - Chinese Academy of Science

Bild vielleicht verwandt – Chinese Academy of Science


Berichterstattung zu durchschauen ist auch in der Wissenschaft nicht immer einfach. Diese Woche gab es zwei Meldungen von denen nicht klar ist, ob es unterschiedliche Meldungen sind oder zwei Versionen einer Meldung.
Die eine Meldung ist, dass die oben abgebildeten blauen fossilen Eier Anfang April bei Straßenarbeiten in der chinesischen Stadt Heyuan gefunden wurden. Das ist entweder wahr oder ein Missverständnis basierend auf dieser Mitteilung, dass Forschungen an drei Nestern, die vermutlich zu dem von dort stammenden kleinen Dinosaurier Heyuannia gehören ergeben haben, dass die Eier dieses Dinosauriers eine blau-grüne Farbe hatten.
Da ich nur für letzteres eine seriöse Quelle finde, gehe ich davon aus, dass nur diese Geschichte stimmt und die andere eine locker darauf basierende Ente ist.
Jedenfalls ist dies das erste Mal, dass die Farbe von Dinosauriereiern bestimmt werden konnte und es ist auch gleich eine interessante Erkenntnis: Farbige Eier deuten den Forschern zufolge auf intensive Brutpflege hin. Das passt gut zu dem, was wir schon über die Oviraptoriden, zu denen Heyuannia gehörte, wissen: Sie sind dafür bekannt, dass sie ihre Nester bebrüteten und beschützten, indem sie ihre gefiederten Arme über diesen ausbreiteten.
Zugleich haben wir damit einen weiteren Farbklecks für unser Bild der Kreidezeit — bereits bekannt sind die Farben der Gefieder einiger kleiner Raubsaurier, wie etwa das schillernde Schwarz des Microraptor, nach dem ja auch der Band Schwarzer Schwinge aus den Meilensteinen der Evolution benannt ist.
PS: Sorry für die Überschrift, ich konnte nicht widerstehen ;-)

Fortschritt beim Dino-Huhn

Und wo wir schon beim Übergang zwischen Dinosauriern und Vögeln sind, gibt es auch gleich noch Neuigkeiten zum Dinohuhn. Als Dinohuhn läuft in der Presse eine Reihe von Versuchen, jene genetischen Veränderungen zu finden, wegen denen Vögel und Dinosaurier sich so stark unterscheiden. Interessant sind dabei vor allem die Veränderungen, durch die aus Schuppen Federn und aus Schnauzen Schnäbel wurden.
Bei den Schnäbeln ist man nun in Yale ein ganzes Stück weitergekommen. Demnach reicht die Veränderung eines einzigen Gens, damit ein Vogel statt eines Schnabels wieder eine Schnauze entwickelt.
Ein weiterer Beweis, dass die so groß scheinenden Unterschiede zwischen den Vögeln und ihren direkten Vorfahren in den zu Grunde liegenden Genen viel geringer sind, als es den Anschein hat. In der Vergangenheit haben die Forscher bereits mit geringen Eingriffen in die Reihenfolge, in der einzelne Gene während des Wachstums abgerufen werden, Hühnerembryonen mit Schwänzen und Zähnen hervorgebracht.
Und wenn jetzt jemand wissen will, wie uns Dinosaurierforschung heute nützt: Das Dinohuhn-Projekt bringt viele wertvolle Erkenntnisse darüber, wie Gene arbeiten und wie sich Veränderungen in den Genen auf den gesamten Organismus auswirken.

Jurassic World

Und weil Dinosaurier nicht immer staubige Knochen und Eierschalen waren hier einer der neuen Trailer für die nächsten Monat startenden Jurassic-Park-Fortsetzung Jurassic World.

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Und die Lego-Variante

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Oh und ja, ich habe zu Jurassic World etwas in der Mache. Aber dazu komme ich nächste Woche.

Freitägliche Fünf 13.02.2015 0 

Die wöchentlichen Dinge der Woche, die mich gefreut haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen.

1. Das hier ist ein wirklich schöner Artikel eines Mannes, der nach dessen Tod das ungekannte pornografische Erbe seines Vaters findet.

2. Ein wenig albern, aber die Raptoren sind in dieser Veralberung des Jurassic-World-Trailers per Post-Edit einfach großartig.

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3. Langsam aber sicher kommen wir zum Tricorder. Neueste Errungenschaft in diese Richtung: Ein Testgerät für HIV und Syphillis, das an ein Smartphone angeschlossen wird und dann den Test in 15 Minuten durchführt. Nicht die sicherste Methode (HIV braucht zwei Tests mit einigem Abstand, hab ich mal in der Schule gelernt), aber ein großer Schritt vorwärts grade für den Einsatz in Entwicklungsländern (vorausgesetzt man hat da genug Strom um ein Smartphone zu laden).

4. Diese Fake-Werbung zu e.on, gefunden beim Klima-Lügendetektor

5. Und hier ein Nostalgie-Flash zum Abschied. Es gibt viel zu wenig Fanart zu Dino-Riders, einer Zeichentrickserie, die beweist, dass Kinderfernsehen zu meiner Zeit besser war als zu anderen Zeiten. Ich meine, der Bösewicht ist ein Ausserirdischer, der auf einem bis an die Schädeldecke bewaffneten Tyrannosaurus rex thront. Mehr awesome ging nicht!

Bild von hier

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