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Freitägliche Fünf 30.10.2015 0 

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Diese Woche ziemlich platt. Ich mein jetzt nicht wegen meiner Erkältung.

1. Was, wenn Tiere Fastfood äßen?

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Ja, ich weiss, dass das Ballontiere sind, aber ich mag den Titel, unter dem das jetzt rumgeht.
– via Oliver Dittrich

2. Vengeance Delayed

Im vierten Anlauf und dem dritten, der es in die Finalrunde (Lserabstimmung) geschafft hat, habe ich bei der Indies Unlimited Flash Fiction Challenge gewonnen. Wenigstens vorläufig, das „amtliche“ Ergebnis kommt erst am Samstag, aber die Umfrage ist beendet und zeigt für mich den größten Balken mit 45% der Stimmen.
Das ist für mich eine wichtige Sache, weil der Gewinn die Aufnahme der Geschichte in die zur Challenge gehörende Anthologie darstellt, die Anfang Januar mit den 52 Gewinnerbeiträgen erscheint. Das wiederum hilft mir als Werbung, meine Geschichten und Bücher (vor allem) im englischsprachigen Raum bekannter zu machen. Und es ist zeitlich sehr günstig, denn bis dahin sollen die Sammlung Glimpses (November in zwei Versionen) und die Zombiegeschichte Boy (Dezember) erhältlich sein. Die Challenge und ihr möglicher Effekt sind eine gute Motivation, diese Daten auch einzuhalten.
Hinter dem Link hier links versteckt sich der Band vom letzten Jahr, der jetzt grade, während ich dies schreibe, kostenlos ist (regulär 1,02 €). Darin komme ich natürlich noch nicht vor, aber viele andere Autoren von Geschichten mit bis zu 250 Wörtern.
Die Geschichte ist für mich etwas ungewöhnlich, da ich nur selten ausserhalb der Phantastik (genauer: Science-Fiction und Fantasy) schreibe. Die Vorgabe ging aber in diese Richtung und so kam es zu diesem Mini-Charakterstück unter dem Titel Vengeance Delayed (mein Titel für die Aufnahme in Glimpses war ursprünglich Recollections). Was nicht heisst, dass man es nicht als Geschichte aus meiner Feder erkennen kann — dafür sorgen die kleinen Seitenhiebe bei Krabbencocktail und Karpfenröllchen.
Die Geschichte selbst gibt es hier zu lesen (letzter Kommentar).

3. Kühlschränke von Berlin

Am Prenzlauer Berg in Berlin gibt es ein neues Konzept gegen Lebensmittelverschwendung: Nicht mehr benötigte Lebensmittel können dort in drei öffentlichen Kühlschränken verstaut und abgeholt werden, etwa so wie eine für Nahrung. Ich hoffe zwei Dinge: Zum einen, dass das Konzept nicht die Probleme der oft vermüllten Giveboxen erbt (das wäre bei Lebensmitteln fatal) und zum anderen, dass die Idee sich dann auch ausbreitet.

4. Schach fürs kleine Heim

Was fehlt ist, dass auf dem Brett eine Matt-Aufgabe steht, aber man kann halt nicht alles haben - Bild: Fancy

Was fehlt ist, dass auf dem Brett eine Matt-Aufgabe steht, aber man kann halt nicht alles haben – Bild: Fancy


Schach hat unter den Brettspielen eine ganz besondere Eigenschaft: Es eignet sich vom Spielen abgesehen wunderbar als Raumschmuck. Ein Schachbrett macht eigentlich immer etwas her. Der klare Farbkontrast, die perfekte Mischung aus Symmetrie und Asymmetrie der Felder — ein Schachbrett ist nahezu jedem Raum ein Schmuck.
Allerdings braucht es Platz. Dafür gibt es nun also ein Schachbrett für die Wand. Ich muss ehrlich sagen, es fängt nicht ganz die Ästhetik eines normalen Schachbretts ein, aber die Idee ist auf jeden Fall gut. Ich bin allerdings recht sicher, für 300 $ kann ich mehrere davon machen, und das mit richtigen Quadraten, damit es hübscher aussieht.

5. Die 2D-Brille!

Wisst ihr was ich wirklich überflüssig, lästig und sogar optisch dem Standard gegenüber minderwertig finde? 3D-Kino. Es mag daran liegen, dass ich Brille trage, aber ich finde das Bild bei 3D-Filmen konstant unscharf und den Effekt meistens albern. Nur sind Brillenträger ein relativ großer Teil der Bevölkerung.
Nun, es gibt Abhilfe: Eine Brille, die 3D-Filme fürs Auge in 2D zurückkonvertiert. Für ungefähr den selben Preis wie normale 3D-Gläser. Keine Ahnung, ob es zufriedenstellend funktioniert, aber die Idee ist auf jeden Fall großartig.

Fick das 21. Jahrhundert, ich will den Film sehen - Bild: DFTBA.com

Fick das 21. Jahrhundert, ich will den Film sehen – Bild: DFTBA.com

Schachdaik: Bestie und Molosser 0 

Ich habe gestern lange über ein paar Neuerungen zum guten, alten Schachspiel nachgedacht. Ziel dabei war es, die Interaktion der Figuren abwechslungsreicher zu gestalten, indem einzelne Figuren eingeführt werden, die auf die Nähe anderer Figuren reagieren oder Fähigkeiten jenseits des bloßen Schlagens anderer Figuren haben.
Dazu habe ich drei Figuren ersonnen. Der Berserker ist noch nicht ganz ausgereift, aber die Bestie und ihre schwächere Variante, den Molosser, möchte ich hier einmal vorstellen.

Die Bestie
Empfohlene Darstellung
Drachenkopf, Schlange oder Drache

Herkunft
Die Bestie ist eine mystische Figur, die statt einer direkt schlagenden eine abschreckende Wirkung hat. Sie repräsentiert damit eine eher moderne Strategie, wie sie vor allem in den Kriegen des 19. und 20. Jahrhunderts aufkam.
Sie führt damit ein neues taktisches Element ein, das so im Schach bisher nicht vorkam.

Spiel
Die Bestie ersetzt in der Startaufstellung den Läufer.
Die Bestie kann sich in jedem Zug zwei Felder diagonal bewegen. Sie kann sich nur auf freie Felder bewegen. Alle gegnerischen Figuren, die dem Feld, auf das sich die Bestie bewegt benachbart sind, weichen ein Feld von der Bestie weg. Kann eine Figur nicht ausweichen, weil das dazu nötige Feld besetzt ist, ist diese Figur geschlagen.
In einer Variante kann sie auch den Turm ersetzen und bewegt sich dann zwei Felder vertikal oder horizontal.

Der Molosser
Empfohlene Darstellung
Hundekopf, vorzugsweise Mastiff oder ähnliche Rasse

Herkunft
Molosser waren kräftige, große Hunde, die im Altertum und bis ins Mittelalter hinein unter anderem in Persien, Griechenland, Rom und Germanien an Schlachten teilnahmen.
Im Laufe des Mittelalters verschwanden die Tiere dann aus den Armeen.
Im Schach nimmt der Molosser eine ähnliche Rolle ein wie die Bestie, ist aber weniger mächtig und zählt in die Bauernriege, was seiner Position in den echten Schlachten der Antike entspricht.

Spiel
Der Molosser ersetzt in der Startaufstellung die beiden äussersten Bauern.
Er kann sich in jedem Zug ein Feld horizontal oder vertikal bewegen. Der Molosser kann sich nur auf freie Felder bewegen. Alle gegnerischen Figuren, die dem Feld, auf das sich der Molosser bewegt benachbart sind, weichen ein Feld vom Molosser weg. Kann eine Figur nicht ausweichen, weil das dazu nötige Feld besetzt ist, ist diese Figur geschlagen.

Nutzungslizenz
Die private Nutzung der Figuren ist jedermann freigestellt.
Einbindung in nichtkommerzielle Projekte nur mit Hinweis auf den Urheber (mich).
Für die Einbindung in kommerzielle Produkte (Spiele, Schachsets, Bücher etc.), setzen Sie sich bitte mit mir in Verbindung. Alle Rechte vorbehalten.

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