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Ad futuram: Dreimal Pedale 0 

Wenn wir an Pedalfahrzeuge dneken, denken wir an Fahrräder. Vielleicht noch Kettcars.
Und immer nur an die Standardvarianten. Doch es gibt noch ganz andere Fahrzeuge, die allein mit der Kraft der Füße angetrieben werden.

Drei exotischere Ideen der letzten Wochen möchte ich hier vorstellen, als Beispiel, was alles möglich ist:

Das Wohnmobilfahrrad

camperbike

Fahrräder haben eine unglaubliche Bandbreite an Formen, die kaum einer wahrnimmt. Postfahrräder sieht man ja ab und an mal, aber richtige Transportfahrräder zum Einkaufen eher selten.
Das Extrem dieses Fahrzeugtyps dürfte dieses pedalgetriebene Wohnmobil sein. Kevin Cyrs Camperbike basiert auf einem in den nördlichen USA verbreiteten Transportfahrrad für sperrige Waren. Das Wohnsegment sitzt auf der Ladefläche auf und bietet einen Schlafplatz und die nötigste Ausstattung.

Pedalluftkissenboot

Pedalhovercraft

Ich vermute mal, dass dieses pedalgetriebene Luftkissenboot den Fahrer richtig ins Schwitzen bringt – aber interessant, dass so etwas überhaupt möglich ist.
Meine vollsten Respektbekundungen an die londoner Studenten, die das Ding gebaut und vorgeführt haben.

Pedalboot

Hier ist ein Video wesentlich besser als ein Bild. Hobies MirageDrive ist ein Pedalantrieb für kleine Boote, der eine unglaubliche Kraft entwickelt und eine bessere Übersetzung hat als eine Schraube oder gar ein Paddel.
Das Ergebnis ist ein schnelles, leichtes und auch technisch interessantes Wasserfahrzeug.

Soviel zu dne Extremfällen der Spannbreite menschengetriebener Fahrzeuge. Wer jetzt noch glaubt, man könne mit einem fahrad nicht durchs leben kommen, wartet einfach meinen nächsten beitrag zum Thema ab. Irgendwann in den nächsten Tagen stele ich dann meine Fahrradflotte vor, mit der ich problemlos durch den Alltag komme – abgesehen vielleicht vom Möbelkauf.

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In die solare Zukunft 0 

Solar-Blimp

Ab und an bin ich ja doch noch begeistert, dass der nötige Schritt in die energetische Zukunft nach dem ÖL vereinzelt doch noch gegangen wird.
Denn meine Grundüberzeugung in dieser Sache ist, dass wir keine Zeit mehr haben, unsere Wirtschaft auf die Zeit nach dem Einbruch der fossilen Energieträger vorzubereiten (zumindest nicht beim gegenwärtigen Lauftempo). Jeder Schritt dagegen ist ein Schritt gegen den Totalabsturz unseres wirtschaftlichen und verkehrlichen Systems und hilft, auch danach ein gewisses Mindestmaß an Zivilisation zu erhalten.
Zwei Projekte, von denen ich heute hörte, sind dabei eine Kombination aus postfossilem System einerseits und ohnehin schon energieschonenden Transportmitteln andererseits: Zepelline und Frachtschiffe.

Das Sol’R ist das erste bemannte Solarluftschiff und soll demnächst den Ärmelkanal überqueren. Ich gehe davon aus, dass Luftschiffe sich mittelfristig aufgrund der besseren Energiebilanz durchsetzen werden, da sie keine Energie zum Fliegen brauchen, sondern nur zum Vorwärtsbewegen.
Die M/V Auriga Leader ist das erste Frachtschiff, welches Solarzellen zur Versorgung des Hauptstromnetzes und damit des Antriebs nutzt. Das Pilotprojekt ist auf dem Stand, dass 10% der Schiffsenergie aus den Solarzellen kommen.
Hurrah für die Weltrettung!

Solarfrachter

Quellen: Inhabitat und Inhabitat.

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Solarefeu 0 

Solarefeu

Das nenne ich mal eine fortschrittliche Idee für eine grüne Zukunft. Das da oben, das ist „Solar Ivy“ – Solarefeu.
Keine Pflanze, sondern blattartige Solarpanele für die Stromerzeugung aus Sonnenlicht (Photovoltaik). Dabei gibt es noch einen wesentlich innovativeren Faktor als die Gestaltung: Die Blätter wiegen sich auch noch im Wind und erzeugen dabei auch aus dem Wind Strom.

Leider ist es im Moment noch zu teuer, auch die Windgeneratoren einzubauen, weshalb das ganze noch ein Konzept ist. Potenzielle Konflikte gibt es (natürlich) mit echter Wandbepflanzung durch Efeu, Wein und ähnliche Kletterpflanzen.
Davon abgesehen ist das aber ein klasse Schritt nach vorne, von dem ich sehr hoffe, dass er bald (innerhalb der nächsten 10 Jahre) marktreif wird.
Bei einem Pilotprojekt (eine Bushaltestelle mit Solarefeu in Philadelphia) erzeugt das System etwa 85 Watt auf einer Fläche von 4×7 Fuß (ca. 1,22 x 2,13 Meter).

Klar, Kritiker erneuerbarer Energien werden wieder sagen: „Und was, wenn weder die Sonne scheint noch der Wind bläst?“ Aber mal im Ernst: Wie oft kommt das denn bitte vor?

via Inhabitat

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Windkraft ohne Verspargelung 0 

Naja, eigentlich ohne zusätzliche Verspargelung. Das Design-Projekt Wind-It schlägt vor, Strommasten in Zukunft mit integrierten Windkraftturbinen auszustatten.
Man könnte einerseits Strommasten von klein auf mit solchen Anlagen bauen, aber auch bestehende Masten damit ausstatten.

Winkraft-Strommast

Fraglich ist freilich, ob Strommasten als Teil des zentralisierten Energiesystems der Großnetze noch eine lange Zukunft haben.
Dennoch haben diese Masten große Vorteile gegenüber bestehenden Windkraft- anlagen: Sie nehmen keinen zusätzlichen Platz weg, hängen von Natur aus direkt am Stromnetz und können dadurch nicht nur fast verlustfrei Strom liefern, sondern auch sehr kurzfristig auf Schwankungen im Verbrauch und der Erzeugung reagieren.

5 Revolutionen für 2020 0 

Ich möchte in diesem beitrag kurz fünf Entwicklungen vorstellen, von denen ich glaube, dass sie unsere Welt bis 2020 enorm umgestalten werden.
Natürlich sind solche Voraussagen immer mit Vorsicht zu genießen – in den 70ern glaubte man auch, man könne zur Jahrtausendwende verlorene Gliedmaßen nachwachsen lassen. Dennoch denke ich, dass bestimmte Technologien für die Zukunft entweder ein Muss sind oder zumindest sehr verlockend:

1. Vertikalfarmen
Bereits seit einiger Zeit arbeiten Architekten, maßgeblich ausgehend von den Niederlanden, an so genannten vertikalen Farmen. Gemeint sind zur Nahrungspflanzenzucht genutzt Hochhäuser, die in mehreren Stockwerken Felder enthalten und/oder aussen mit wirtschaftlich nutzbaren Hängepflanzen (Erdbeeren, Gurken) bewachsen sind.
Da die Landwirtschaft extrem viel Land nimmt und somit auch für einen großteil unserer Umweltzerstörtung verantwortlich ist, sind vertikale Farmen eine großartige Entwicklung. Hinzu kommt, dass sie die Versorgung von Großstädten unabhängig machen vom Umland – und somit kürzere Transportwege der Nahrungsmittel mit sich bringen, was sich wiederum positiv auf die CO2-Bilanz der Städte auswirkt.
Aussehen kann das dann beispielsweise so:

Hochhausfarm

2. Pflanzen als Nutzgegenstände
Doch auch in normale Häuser können Pflanzen zunehmend einziehen.
Kannte man Pflanzen bisher nur als Topfpflanzen, könnten neue Entwicklungen dafür sorgen, dass einzelne Einrichtungsgegenstände in Zukunft durch Pflanzen ersetzt werden.
Ein erster Vorreiter dessen sind die oben verlinkten Mossteppiche, die es übrigens auch als Matten fürs Badezimmer gibt.
Möglich wäre es in Zukunft, auch lebendige Möbel zu züchten, etwa aus Hecken. Inwieweit sich das durchsetzen wird oder einfach nur eine seltsame Idee bleiben wird, muss sich zeigen.

3. Physiovoltaik
Als Physiovoltaik bezeichne ich die Gewinnung von Strom aus dem menschlichen Körper.
Das ist weit weniger gruselig, als es sich anhört: Der Mensch produziert jede Menge Wärme- und Bewegungsenergie. Inzwischen gibt es schon metallische Härchen, die auf der Haut aufliegen und durch die Bewegungen des Pulsschlages dazu angeregt werden, Strom zu erzeugen. Diese Entwicklung geht eilig voran – bis 2020 könnten Kleingeräte wie Handys und MP3-Player bereits komplett ohne Batterien auskommen und nur durch die Energie ihres Trägers versorgt werden.

4. Autarke Energieversorgung
Die EU hat grade beschlossen, dass alle Neubauhäuser bis 2019 nicht mehr Energie verbrauchen dürfen, als sie ernten.
Die Technik dafür ist da – es gibt Blockheizkraftwerke im Format eines Kühlschranks, Windräder für den Garten – und Solarzellen sind eh in jeder Größenordnung einsetzbar, also auch auf einem normalen Hausdach.
Wehren werden sich nur die Energieversorger – werden sie doch plötzlich überflüssig. Die zentralisierte Energiearchitektur mit großen Kraftwerken udn kilometerweit spannenden Stromleitungen wird in wenigen Jahrzehnten ebenso verschwinden wie vor ihr die Telegrafennetze.

5. Zepelline
Luftschiffe sind so eine Entwicklung, auf deren zweite Blüte wir schon seit Jahrzehnten warten. dennoch gebe ich nicht auf: Luftschiffe verbrauchen wesentlich weniger Treibstoff als Flugzeuge. Die geringe Geschwindigkeit gleichen sie aus, indem sie (anders als Schife) auch Land überqueren können und zum Explodieren neigen sie heute auch nicht mehr. Aktuelle Entwüre sind teils spektakulär und reichen vom Großfrachter bis zum Kreuzfahrtschiff. Ich glaube, spätestens wenn das Öl in 3-4 (seien wir großzügig: 5) Jahrzehnten zur Neige geht, werden Luftschiffe das einzige Lufttransportmittel sein, das wir uns noch leisten können.
Aussehen tun die Dinger heutzutage so:

Aeolus
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Petitionnerstag III 0 

USB-Ladebuchsen an Handys

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass die Industrie verpflichtet wird, ab 2012 für alle neuen Handys Micro-USB als Standard für die Stromversorgung anzubieten.

Eigentlich bastelt das EU-Parlament grade an einem solchen Entwurf und eine reihe von Herstellern haben vor kurzem auch zugesagt, das einzuführen – aber sicher ist sicher.

Zugang zur medizinischen Grundversorgung

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass die Gesundheitsreform, die am 1.1.2009 in Kraft getreten ist, so korrigiert wird, dass für Kassenpatienten die medizinisch notwendige Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln durch Haus- und Fachärzte erreichbar wird und bleibt. Bei Nichtverordnung von Heil- und Hilfsmitteln aus Budgetgründen muss eine wirksame Beschwerde eingereicht werden können.

Dass es solche Regelungen bisher nur in den sozialistischen Ländern in hinreichender Fomr gab, sollte uns zu denken geben…

Ja, nicht viel los diese Woche. das liegt aber wohl auch daran, dass am Dienstag die Server des Petitionsausschusses wegen Wartungsarbeiten aus waren.

Biovoltaik – na endlich 1 

Ich sage ja schon seit zwei-drei Jahren (und ohne mir bewusst zu sein, dass die Idee auch in Matrix vorkam), dass die Technik früher oder später dahingehen wird, Strom für körpernahe Maschinen (Uhren, mp3-Player usw.) direkt aus der vom Menschen ständig abgegebenen Energie zu gewinnen.

Jetzt endlich ist es so weit.
Die Jungs vom MIT mal wieder – sie haben einen Chip vorgestellt, der seine Energie aus der vom Menschen abgegebenen Wärme gewinnen könnte. das Dingf ist grade in einer frühen Erprobungsphase, in der getestet wird, ob das grundsätzliche Prinzip funktioniert.

Wenn ja ist das der Durchbruch für etwas, wofür es bisher noch nicht einmal einen Begriff gab – Biovoltaik (streng genommen wird die Energieerzeugung aus Biogas schon so genannt, aber da finde ich das Wort einfach falsch).

Gut, meine Idee dazu war etwas abgefahrener – Stromversorgung über das menschliche Nervensystem – so aber dürfte es weniger angsteinflößend sein.

Da fällt mir ein: Gibt es eigentlich sowas wie eine Statistik, wieviel Strom pro Jahr auf den Verbrauch von MP3-Playern und ähnlichem geht? Wäre wirklich mal interessant.

Nachtrag, 5. Februar 2009
Da der Inhaber der Wortmarke nie auf meine eMail reagiert hat, die Sache aber dennoch eine eigene Bezeichnung braucht, benenne ich es hiermit um in „Physiovoltaik“. Warum man das Verbrennen von Mist zur Stromerzeugung allerdings „Biovoltaik“ nennt, wird so auch nicht klarer.

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