Meine letzten vier Veröffentlichungen Mad Scientist Journal Autumn 2018 Fiction Science The Dinosaurs of Jurassic Park and Jurassic World Steaks, Walls And Dossiers Zur Übersicht aller Veröffentlichungen YouTube-Kanle

Oktanhaltige Musikeinlage 0 

Auf den ersten Blick ist Benzin nicht grade ein grüner Song. Aber da Rammstein zu den besten deutschsprachigen Textern der Gegenwart gehören, gibt es natürlich noch eine tiefere Ebene.
Tolle shadaiksche Literaturanalyse nach dem Video:

Benzin beginnt damit, die Errungenschaften der Petrochemie aufzuzählen. Das beginnt chronologisch bis es am Benzin angelangt ist. Das Video enthüllt parallel den überdimensionierten Feuerwehrwagen und bringt ihn dabei über die zeitliche Abstimmung als Symbol des Benzins ein. Dieses Symbol beginnt dann während des Refrains, Chaos und Vernichtung zu bringen (dau kann man noch eine menge Details erwähnen, die ich aber weglasse)
.
Dann kommt nach dem Refrain Benzin als Genussmittel und Droge, dreht kurz in die Wirtschaft und spitzt auf Dynamit zu.
Der nachfolgende Refrainhintergrund thematisiert nochmal die Abhängigkeit, wie an diesem Punkt alles mit Benzin läuft.
Unterdessen gerät der Feuerwehrwagen zunehmend ins Schleuder und kentetr schließlich. Das Benzinmonster, zur Rettung gekommen, hat nicht nur große Teile der Stadt zerstört, es versagt auch noch bei der Rettung. Der Text des Liedes ist inzwischen komplett umgeschwungen – Benzin ist nunmehr Mittel der Zerstörung, aber weiterhin heisst es im letzten Refrain „Ich brauch Benzin“ – selbstzerstörendes Verlangen, der Bedarf an Benzin ist zur Sucht, Benzin selbst zur Droge geworden.

Warum dieser analytische Ausflug? Nun, ich kann doch nicht einfach so kommentarlos ein Musikvideo einstellen, das ich gut finde ;-) .

Stichworte: ,

Atomkraft und ich 0 

Vorab: Greeen Renaissance hat grade – bis einschließlich morgen – eine Blogparade zum Thema Atomkraft, die mich dazu brachte, diesen Artikel zu verfassen. Wäre schön, wenn noch ein-zwei andere was zum Thema Atomkraft beitragen, wenn sie dies sehen.

Die CASTOR-Transporte gingen 1994 los, da war selbst ich (*hust**röchel*) noch minderjährig und wusste von nichts. Als 12-jähriger war ich fasziniert von Science-Fiction und da gab es auch immer Nukleartriebwerke, Minireaktoren und Sonnenkraftwerke.

Wir befinden uns also im Juni 1994 in Dannenberg im Kreis Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.
Das Dorf hat grade eine neu gebaute Altstadt bekommen (der böse Shadaik von heute würde jetzt was von ersten Verstrahlungssymptomen schreiben) und der kleine Shadaik erkundet die Welt jenseits des Campingplatzzauns.
Doch etwas war anders.

Die Stadt war fast vollkommen leer, die Läden waren geschlossen.
Gelangweilt fand ich einen Kiosk und darin ein Heft, welches mein Interesse erregte:

Perry Rhodan 1714

Und so begann die erste große Demo gegen den CASTOR-Transport durch den Kreis Lüchow-Dannenberg meine langjährige Leidenschaft für Perry Rhodan.
Erst 2-3 Jahre später erfuhr ich, wieso der Ort damals so leer war. Ich erfuhr von Tschernobyl und Hiroshima, nach und nach vom Streit um das Lager bei Gorleben und den Gefahren der Atomkraft. Dazu trug ironischerweise auch der vierwöchentliche Wissenschaftsteil von Perry Rhodan bei.

Mit dem Lesen der Heftromanserie hörte ich erst so um Heft 2150 auf – fast zehn Jahre später.
Ich möchte behaupten, dass mich die Hefte und Geschichten, aber auch der Umgang der Mainstreammedien und Germanisten/Deutschlehrer mit Heftromanen als „Schundliteratur“ nachhaltig geprägt haben. Es entstand daraus eine Einstellung von „Nur weil ihr es nicht kennt, ist es noch lange nicht schlecht“ – eine Einstellung, die zu einer meiner grundlegenden Überzeugungen wurde, mien Leben, Arbeiten, Denken und meinen Umgang mit Menschen prägen sollte. Eine Einstellung, die mich dazu brachte, meine Ideen auch gegen Widerstände vorzubringen und durchzusetzen zu versuchen. Und die mich letztendlich in die Politik brachte – unter anderem gegen die Atomkraft.

Und so schließt sich ein Kreis: Die Atomkraft machte mich zum SciFi-Freak, die SciFi zum Skeptiker, die Skepsis zum Atomkraftgegner.

Und genau deshalb machen AKW-Demos Sinn: Auch wenn man meint, nichts erreicht zu haben, irgendwas passiert immer, wenn sich soviele Menschen treffen. Und sei es nur, dass ein 12-jähriger Junge im Kiosk ein Heft kauft und Jahre später in die Politik geht – mehr oder weniger zufällig auf der Seite genau jener, die damals demonstriert haben.
Denn eines bewirken Demos immer: Aufmerksamkeit und damit eine Steigerung des Interesses an einem Thema sowie an der Politik. Und nur wenn die Menschen echtes Interesse an den Themen haben, die diskutiert werden, nur dann leben wir wirklich in einer Demokratie.

Bildquelle: Perrypedia

Linkbait is schon okay 1 

C02-neutral - Einkaufen und Angebote bei kaufDA.deKaufDA.de sind schon ein cleverer Trupp.

Natürlich wollen sie wie alle kommerziellen Seiten Besucher und Kunden haben, aber sie geben auch was dafür: 750 Blogger können sich an einer Aktion beteiligen, um ihren Blog mit einem kleinen icon oder einem Banner wie dem da links CO2-neutral zu machen.

Wie? Ganz einfach: Für jeden akzeptierten Teilnehmer pflanzt die Initiative Plant a Tree – bei dem Namen wenig überraschend – einen Baum. Und da so ein baum mehr CO2 aufnimmt als ein durchschnittliches Blog produziert, ist das Blog dann CO2-neutral.
Und 750 Bäume sind schonmal ein ordentlicher kleiner Wald.

Also, macht die 750 voll indem ihr hierhin klickt, euch informiert und gegebenenfalls mitmacht.

Stichworte: ,

Wat macht der eijentlich IIII 0 

Sitzung des Studierendenparlaments (AStA HHU)
Die wahrscheinlich letzte vorm Wahlkampf, von der heutigen Fortsetzung mal abgesehen. Der anstehende Hochschulwahlkampf macht die Sitzungen bunter, aber die Arbeit lahmer.
Entsprechend gab es bei den Berichten aus dem Vorstand Buntheit: Nachdem ein Referent darauf hingewiesen wurde, seine StudiVZ-Gruppe gegen den (von SP und Studierenden-Vollversammlung beschlossenen und somit für den AStA verpflichtenden) bundesweiten Bildungsstreik so zu verändern, dass er nicht mehr als Gründer auftritt bereitet sich die Opposition natürlich darauf vor, das zum Wahlkampfthema zu machen – obwohl diese den Referenten in einem solchen Fall während ihrer Vorstandszeiten wahrscheinlich hochkant rausgeschmissen hätte. Ich stellte klar, dass der öffentliche Auftritt des Referenten von uns nur insofern kritisiert wird, wie er durch Aufruf zu Aktionen die Arbeit des AStA (zu dem er auch gehört) in dieser Sache potenziell behindert. Die Sache wurde durch eine Änderung der Gruppenbeschreibung geklärt.
Auch wurde kritisiert, dass der AStA seit kurzem zu gemeinnütziger Arbeit Verurteilte zugeteilt bekommen kann (das wurde als Ausbeutung bezeichnet) und dass dies nicht mit den referenten abgesprochen wurde. Letztere Kritik ist berechtigt, zu ersterer ist zu sagen, dass der Mensch, der die Frage bei uns überhaupt einbrachte von sich aus zu uns gekommen war, um seine Sozialstunden beim AStA abzuleisten.

Planungs- und Bauausschuss (Stadt MG)
Nein, keine Angst, ich bin nicht plötzlich im Ausschuss gelandet.
Ich hab nur noch zwei Fragen zum Masterplan Niers an unsere (grünen) dortigen Mitglieder gemailt, die mir recht kurzfristig einfielen und darauf hinausliefen, inwieweit man sich beim Entwicklungsplan des Flusses mit RWE Energy abgesprochen hat, die die (künstliche) Quelle der Niers aus Abpumpwasser des Tagebaus Garzweiler betreiben, seit die natürliche Quelle durch ebendiese Abpumparbeiten versiegt ist.
Das ist deshalb wichtig, weil der Plan 2027 endet – die Braunkohlegrube aber ab 2025 langsam wieder verfüllt wird.
Ob meine Fragen die beiden noch rechtzeitig erreicht und sie sie stellten, weiss ich (noch) nicht, die Antwort auf die Fragen interessiert mich jedenfalls sehr.

3M (Stadt MG)
Ich habe angefangen, am 3M-Konzept zu arbeiten, welches den Rahmen meiner politischen Vorhaben für Mönchengladbach darstellen soll.
Sobald es fertig ist, werde ich es hier selbstverständlich vorstellen.

Wat macht der eijentlich II 0 

Bologna-Diskussion im Grünen-Landesverband (Land NRW)
Wie erwähnt war ich bei der von Ruth Seidl organisierten Runde der nordrheinwestfälischen Grünen zu Gast.
ich selber konnte dort meine Argumentation gegen die Verschulung der Studiengänge anbringen, nachdem diese zuvor zweimal positiv erwähnt wurde: Ich halte die Verschulung für das größte Problem der Reform.
Sinn und Zweck eines Studiums ist die Förderung der selbstständigen wissenschaftlichen Arbeit und Organisation. Ein schulartiger Unterricht mag zwar angenehmer sein, aber im Endeffekt lernen die Studierenden daraus nichts, was sie nicht ebensogut in Büchern nachlesen könnten. Dadurch verliert das Studium seinen wissenschaftlichen Anspruch.
Der ebenfalls anwesende Bochumer AStA-Vorstand samt SP-Präsident (auch Campusgrüne) brachte zudem vor, dass mit den neuen Abschlüssen zunehmend Akademiker in klassische Ausbildungsberufe drängten – und dabei Nichtakademiker aus diesen verdrängten.
Vor einigen Wochen merkte ich ähnlich an, dass diese Abwertung akademischer Abschlüsse sie in Konkurrenz zum klassischen Berufsausbildungssystem stellen und „normale“ Schulabschlüsse zunehmend entwerten würde.

Umweltausschuss (Stadt MG)
Ich hab mir gestern abend mal die Sitzung des Umweltausschusses als Gast angeschaut. Gott, war das langweilig…
Da lernt man das studentische Chaos auf einer Sitzung des Studierendenparlaments richtig schätzen.
Immerhin hab ich jetzt einen ausreichenden Übersicht über die geplante Renaturierung der Niers und Nebenbäche.

Studierendenparlament (AStA HHU)
Da hab ich dagesessen und mir den Spass angeschaut. Leider hat der sonst so amüsante linke Rand gefehlt.
Das am längsten diskustierte Thema war der Antrag einer gruppe, bei der der erste Redebeitrag aus dem SP bereits klarstelte, dass sie gar keine Anträge stellen konnten (der Gruppe gehörten keine Studierenden der HHU an) – dennoch ging die Diskussion eine gute Stunde, bei der Frage, ob es sich um eine Sekte handelte begann es, bizzar zu werden. Als Beispiel etwa für die Unbedenklichkeit von Führerkult wurde der rassistische Esoteriker Rudolf Steiner genannt. Na herzlichen Glückwunsch.
Ganz davon abgesehen, dass es ohnehin niedlich ist, wenn Christen und Guru-Anhänger sich darüber streiten, was eine Sekte sei.

Extra Extra Vlogs und Geschichten Fiction Science