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Das Vitusportal 1 

Letzten Dienstag ging nach einem Wochenende Arbeit das Vitusportal online, meine variante eines Internetangebotes für die Bürger der Stadt. Hier nun das making-Of, das eigentlich schon am Dienstag online stehen sollte:

Vorgeschichte
Schon seit einem guten halben Jahr trug ich mich mit dme Gedanken, dass es ein Internetforum für Mönchengladbach geben müsste. Was ich beim suchen entdeckte waren das Linke Forum Mönchengladbach (für mich okay, aber insgesamt zu deutlich politisch ausgerichtet) und RuM2Gether, ein Forum, in welchem man ohne Anmeldung nicht mal lesen konnte (und ich gehe nicht in Foren, in denen ich nicht vorher ein wenig mitlesen konnte, was da so los ist).
Etwas anderes musste her, ein politisch allen offenstehendes Forum für lokale Themen. Was mich lange daran hinderte war, dass ein solches Forum dazu verdammt war, vor sich hinzudümpeln. Foren füllen sich nicht von selbst, sie brauchen einen Anreiz für die Diskutanten.

*Argh* Um Gottes Willen, nein, DiskUtanten, DiskU! Keine Disko-Tanten!

Wie dem auch sei, eine zeit lang erfüllten die Kommentarbereiche der lokalen Nachrichtenmedien (Rheinische Post, Bürgerzeitung Mönchengladbach) diese Funktion recht gut.
bei letzterer wurde schließlich eine umfassende Umstrukturierung angekündigt. Die auf genau eines hinauslief, diesen Beitrag. Zwei Tage zuvor wurde ein Kommentar meinerseits mit dem Hinweis gar nicht erst zugelassen, dass Bundespolitik dort nicht diskutiert werde. Es ging um das Tanzverbot am Karfreitag (im übrigen ein Landesgesetz).
Nun muss man fairerweise sagen, dass es noch zwei tage davor eine öffentliche Auseinandersetzung zwischen Martin P. Heinen von der Jungen Union und mir gegeben hatte (nicht die erste), die einigermaßen Wellen schlug.

Auf jeden Fall war somit klar ausgesprochen: Die BZMG ist kein Forum.
Sie bietet aber auch keines an, ebensowenig wie es sonstwo ein brauchbares Forum gab.
Also doch wieder zurück zum eigenen Projekt. Nur war ich inzwischen auch in anderen Punkten von der BZMG enttäuscht – die beständigen Meldungen „In eigener Sache“, kommentarlos übernommene Pressemitteilungen, die fehlende Möglichkeit, Beiträge ihren Verfassern zuzuordnen und ein Umgang mit politischen Gegnern (lies: Der CDU), der auf keine Kuhhaut ging – und ich bin nicht grade ein Freund der CDU. Und, wie ich mitbekam, ich war nicht der erste, von dem Kommentare gar nicht erst erschienen.

Damit war klar: es brauchte ein anderes, besseres Bürgerportal für die Stadt. Mit Fourm und Nachrichten, aber auch einer Vernetzung darüber hinaus. Eine Zentrale für all die Blogger und Twitterer der Stadt, eine seite, auf der ganz MG repräsentiert war nd die beständig mit ihren Mitgliedern wuchs.

Tag 0
Doch wie sollte das Kind nun heissen?
Glabbach.de war vergeben, glabbach.net zwar nicht, aber eine .de-Adresse eignet sich besser zur Weitergabe, weil sie vertrauter ist und somit eher erinnert wird. Frei war jlabbach.de, aber da zweifelte ich, ob Leute es finden und nicht mit dem bestehenden Gladbach.de und Glabbach.de verwechseln würden. Auch meinten einige Leute, die ich fragte, das das wegen der seltsamen Rechtschreibung schwer zu merken sei.
Blieb für mich die Option, etwas mit Vitus zu machen. Vitusform – nee. Vitusnews – auch nicht schön, aber schon besser. Vitusportal – aha, das gefällt mir!
Allein, noch hatte ich Vorbehalte – der Name eines heiligen im Titel? Für mich als Atheist eher fragwürdig.
Aber bei allem hin und her, „Vitus“ war als Namensbestandteil der Vitusstadt fest in der Stadt verankert und hatte für die Gladbacher somit Identifikationspotenzial – und es gab schlimmere Heilige als Veit (unter den ganzen Völkermördern und Verbrechern im Heiligenkatalog fällt er sogar sehr positiv auf).
Nun denn, Vitusportal.de sollte es sein und vitusportal.de wurde es.

Die Seite
Klar war schon aus der Konzeption, dass das Vitusportal anders sein sollte als die bestehenden Seiten – politisch unabhängig (trotz meiner Zugehörigkeit zu den Grünen) und für alle Gladbacher da.
Dass die Möglichkeit mitzuschreiben allen registrierten Lesern zur Verfügung stehen sollte, war klar. Die Kommentarfunktion wurde durch ein integriertes Forum ersetzt, in dem auch jederzeit zu Themen diskutiert werdne konnte, über die nicht berichtet worden war.
Und so war die Grundplattform der erste Schritt. Nach einer langen Recherche zu verschiedenen Systemen kam ich schließlich zum Ergebnis, dass WordPress immer noch das flexibelste System auf dem Markt war. Also setzte ich WordPress auf.
Und ein erstes Design, wobei ich da am Abend merkte, dass ich zu lange keine eigenen Designs für WordPress mehr gestaltet hatte – es kam nur noch grafisches Chaos raus.

Also nochmal neu angesetzt, diesmal mit einem bestehenden Design, das ich nur noch anpasste.
Okay, und von dme nachher keine einzige Zeile Programmcode mehr stehen blieb. Na gut, wenigstens stand die Seite nun, der Rest konnte folgen

Der Rest
der rest war vor allem die Einbindung anderer Seiten und ständig neuer Nachrichten. Der Wettbericht war bereits integriert worden, als ich das Design erstellte (die Daten stammen übrigens von einer Wetterstation in Viersen), die beiden wichtigsten teile fehlten aber noch:
– Das Forum war der ursprüngliche Kern des Projekts. Leser sollten in der lage sein, alle Themen zu diskutieren, auch wenn sie nicht auf der Startseite angesprochen waren. Nun waren die meisten Foren nicht eng genug in einen WordPress-Blog einbindbar, um mit diesem so gut zu interagieren, wie ich das wollte. Es dauerte eine Weile, bis ich auf ein passendes System (SimplePress) stieß und es integrieren konnte.
– Die andere Sache waren die Twitter-Feeds. Eigentlich wollte ich ein Fenster anbieten, in dem die letzten 20 Tweets aus der Stadt erschienen, mit allen Twitterern der Stadt gemischt. Nur hatte twitter diese Möglichkeit inzwischen abgestellt, weil sie zu rechenintensiv war. Blieb die letztendlich umgesetze Liste Gladbacher Twitterer mit Profilbild (aktuell 53, es sind aber noch nicht alle erfasst).

Hinzu kamen noch ein paar Kleinigkeiten. Die Möglichkeit, Artikel zu bewerten war noch wichtig.
Warum die aber wichtig war, dazu später mehr. So viel nur: Sie wird zu dem Zeitpunkt wichtig, wo sich sowohl die Zahl der Leser wie auch der Schreiber ausreichend erhöht hat.

Grobschliff
Blieben noch zwei Dinge bis zur offiziellen Eröffnung.
Das Logo ging relativ schnell, nur sieht man ihm das auch an. was da aktuel steht ist nur ein Provisorium.
Wichtiger war die Trennung von redaktionell erarbeiteten Artikeln (einschließlich jener der Leser) und einfachen Pressemitteilungen. Letztere weiterzugeben machte durchaus Sinn, nur wollte ich nicht, dass sie als Arbeit seitens des Vitusportals ausgegeben wurden.
Also erhielten sie einen eigenen Bereich. Einen wirklich guten Code zu finden, um nur Beiträge einer bestimmten Kategorie abzurufen, hat mich denn auch mal eben einen halben tag gekostet – der Großteil der per Google auffindbaren Lösungen sind instabile Flickschustereien.

Und doch: Am Dienstag war alles startbereit.
Ein paar Funktionen fehl(t)en noch, vor allem die Bloggerliste analog zur Twitterliste (folgt, der Code dafür liegt bereits auf meiner Festplatte, ich suche noch die Blogs zusammen) und die Möglichkeit, unter verschiedenen Designs auszuwählen (ist im grunde schon drin, aber es gibt momentan nur ein Design).

Das Schlimmste aber: ich habe für diesen Beitrag keine Bilder von den Zwischenständen der Seite gemacht undmusste statt dessen eine endlose Textwand von einem Making-Of abliefern.
Mea culpa.

Eine Aussage aus dem Anfang des projekts Vitusportal bleibt aber bestehen: es steht niemals still – der Tag, an dem ich keine neuen Funktionen mehr einfüge, ist noch nicht abzusehen.
Es gibt noch so viele Möglichkeiten, die noch nicht umgesetzt sind und teils auch erstmal vorbereitet werden müssten.

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